Freundeskreis Hannover e. V.
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Herzlich Willkommen im Freundeskreis Home 28.03.2017



 

Über die Kunst zu verreisen

Ferienerfahrungen: Entweder Kataloge wälzen (wo waren wir noch nicht?), Flugpläne studieren, mögliche Ziele hinsichtlich Kriegsgefahren , möglicher Terroristenanschläge oder ungewöhnlicher Naturgewalten überprüfen.
Dann noch ganz schnell alles erledigen, was unbedingt erledigt werden muss (Finanzamt, Überweisungen, paar Briefe, Geburtstagskarten,Einladungen zu/absagen).
Schnell noch paar Klamotten kaufen (man will im Urlaub schließlich etwas Neues tragen). Lieben Nachbarn suchen/finden, der sich um Haus, Katze, Zimmerpflanzen, Balkonpflanzen und Briefkasten kümmert. Danach das übliche Problem: Der Koffer ist viel zu klein – und viel zu schwer! Auf den letzten Drücker zum Bahnhof. »Aus betriebsbedingten Gründen fährt dieser Zug heute nicht zum Flughafen«. Hätten gleich ein Taxi nehmen sollen. Am Flughafen Schlange stehen, nervende Kontrollen über sich ergehen lassen, wieder warten, sich ins Flugzeug stopfen lassen. Ankommen. Die Sprache nicht verstehen. Zwei Stunden mit dem Bus zum Hotel fahren.
Dann der Kampf mit der neumodischen elektronischen Zimmertürschlüsselkarte - um endlich in einem gerade 15 qm »großen« Zimmer seinen wohlverdienten Urlaub zu verbringen… Oder: Zu Hause die eigene 110qm große Wohnung einfach mal zur Ferienwohnung umwidmen und bei der Gelegenheit von einer ganz neuen, ungewohnten Seite kennenlernen, keinen Wecker stellen, fürstlich (und stundenlang) frühstücken, einfach nicht mehr ans Geschäft denken, lesen (was man schon so lange lesen wollte), wie ein Tourist durch Hannover bummeln, mit der Urlauberbrille (und dem Fotoapparat) die Stadt ganz neu »entdecken« (angefangen am Bahnhofsvorplatz, dem üppig grün geschmückten Foyer zur Stadt), sich von Bekannten ganz spontan zu einem Espresso ins Straßencafé einladen lassen, in der Eilenriede stundenlang Rad fahren, das wild-romantische Leineufer (südlich von Döhren) auf sich wirken lassen, in einem Kiesteich ein paar Runden schwimmen, lesen, beim Italiener (bis 17 Uhr) für 7,50 Euro ein Drei-Gang-Menü in aller Ruhe genießen, lesen, am Kanal lang radeln, abends mit der Straßenbahn in die Herrenhäuser Gärten fahren, dort ein Weinchen schlürfen, Kunzes witzigen »Sommernachtstraum« genießen und die anschließende Illumination lustwandelnderweise noch viel mehr (wo auf der Welt gibt es so was Schönes: Ein stimmungsvoll beleuchteter 70-fußballfeldgroßer Barockgarten, aus den Bäumen erklingt Barockmusik, eine kolossale 80 Meter hohe Riesenfontäne strotzt vor Kraft und Energie und das abfallende Wa sser ergibt im leichten Sommerwind immer neue fantastische Bilder, Wasserschleier, Geräusche), zuhause auf dem Balkon noch ein Weinchen genießen, frohgemut die Seufzerallee bis zu dem Punkt bewandern, wo die große Leine die kleine Ihme schiffbar macht, den Ohedamm (Hannovers imposante »Geisterallee«) begehen, den Maschsee (außerhalb des Ballermannfestes) umlaufen, lesen, mit der Bahn nach Derneburg (südlich von Hildesheim) fahren und sich über das Pagodendach vom Schloss Derneburg (bis vor kurzem im Besitz von Baselitz) wundern, die Pyramide, den griechischen Tempel (beide mitten im Wald), das klassische Kutscher- und das Gewächshaus unseres königlichen Hofbaumeisters Laves bestaunen, einen Abstecher ins westfälische Ausland nach Paderborn (wussten Sie, dass von Hannover aus eine S-Bahn über Hameln, Bad Pyrmont nach Paderborn fährt?) machen, dort die geschichtsträchtigen Kirchen und die einzigartigen Paderquellen besichtigen (und eine hannoversche Reisegruppe tre ffen), danach im GOP Bad Oeynhausen hannoverschen Künstlern wohlverdienten Beifall zukommen lassen, zwischendurch lesen (Kellermanns »Die Vermessung der Welt« und Hape Kerkelings Pilgerbericht »Ich bin dann mal weg«: sehr empfehlenswert) oder warum nicht mal den Ith (norddeutscher Höhenzug mit drei Buchstaben zwischen Hameln und Hildesheim) besteigen und 5 Stunden lang auf dem schmalen Kamm wandern (Vorsicht: schroffe Felsklippen und atemberaubende Sicht nach beiden Seiten hin auf eine traumhafte Hügellandschaft – fast wie die Toscana)?
P.S. Heute Abend gibt es Vanille-Eis mit selbstgepflückten Brombeeren.

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