Freundeskreis Hannover e. V.
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Alles Gute, 01/2016

Zugegeben, es ist alles nicht mehr so einfach. Nicht nur die große weite Welt, Europa, der nahe und der ganz nahe Osten spielen verrückt, auch unsere eigene kleine Welt fühlt sich mal wieder ziemlich unsicher an. Dabei geht es uns - von Ausnahmen und von den mickrigen Zinsen mal abgesehen - doch relativ gut. Und trotzdem sind wir einerseits durch die vielen Flüchtlingen und andererseits auch von den beängstigenden Stimmengewinnen verunsichert, die rechte Parteien in unseren Nachbarländern und bei uns erzielen. Wer auch nur ein Minimum an Grips im Hirn hat und im Geschichtsunterricht nicht andauernd geschlafen hat, weiß jedoch, wohin Nationalismus und Egoismus führen. Menschenrechte sind nun mal grenzenlos. Aber woran liegt es, dass auch wir uns dabei ertappen, wie wir ab und an den rechten Vereinfachern klammheimlich Recht geben? Steckt womöglich in uns immer noch eine Spur Adolf, wie es der wieder auferstandene Film-Adolf behauptet?

Vielleicht liegt es an der Wahrnehmung. Wenn wir heute News anschauen oder ganz traditionell die Zeitung lesen: Wir werden geradezu erschlagen von schlechten Nachrichten. Aus der großen Welt oder dem platten Land. Überall Menschenverächter, Verbrecher, Betrüger, Abzocker, Randalierer und Raser. Niemand will was abgeben, jeder will immer noch mehr   …und fühlt sich trotzdem immer leerer. Haben uns unser relativer Wohlstand und die Sorgen um dessen Erhalt derart das Hirn vernebelt, dass wir nicht mehr schnallen, was im Leben wirklich zählt, was Leben lebenswert und letztendlich den Tod leichter macht?

Vielleicht sollten wir weniger Nachrichten und nicht jede Sabbelrunde anschauen oder, wenn schon denn schon, den Blickwinkel ändern und zwischen den Zeilen alles Gute, Hoffnungsvolle, Erfreuliche herauslesen oder heraushören. Dieses Bedürfnis hat auch unsere Hannoversche Allgemeine Zeitung entdeckt und sie hat, zusammen mit weiteren großen Tageszeitungen, bewusst und unübersehbar sechs Tage lang jeweils eine „Gute Nachrichten“ ins Blatt gesetzt. Warum nur sechs, warum nicht jeden Tag auf der Titelseite „Die gute Nachricht des Tages“? Bis das so weit ist, fordere ich Sie hiermit auf, selbst jeden Tag das Gute um uns herum wahrzunehmen oder nötigenfalls selbst etwas Gutes zu tun. So wie die zahlreichen Hannoveranerinnen und Hannoveraner, die nicht über Flüchtlinge reden und jammern, sondern einfach helfen, Gutes tun und dabei feststellen, dass das mehr bringt als den Rasen akkurat zu mähen oder vor dem Fernseher einzuschlafen. Gar nicht gut ist, dass diese Aktivisten sich zunehmend für ihr wirkungsvolles Tun rechtfertigen müssen.

Probleme oder Veränderungen können auch immer eine Chance sein. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Ein Teil der Menschheit will nach wie vor alles beim Alten belassen, der andere Teil hingegen schaut der Realität in die Augen, ist offen für Neues und erweitert seinen Horizont und bereichert sein Leben. Damit meine ich nicht, dass wir alle facebooken, skypen, appen oder mit welchen Spielzeugen auch immer uns die Zeit vertreiben sollen. Früher oder später werden die Nerds selbst dahinter kommen, dass sie mit ihren Spielsachen keine Zeit gewinnen, sondern  jede Menge reales Leben verpassen und das wirklich Wertvolle aus den Augen verlieren. Drehen wir einfach mal den Spieß um und schreiben unseren nahestehendsten Menschen keine Mail, keine SMS, keine WhatsApp-Nachricht, sondern einen richtigen Brief oder zumindest eine Postkarte und schreiben darauf: „Ich wünsche Dir nicht alles Gute, ich wünsche Dir vor allem viel Gesundheit, jede Menge Zufriedenheit und eine Riesenportion Lebensfreude!“

Ich glaube, so kommen wir dem groß ersehnten Frieden ein kleines Stückchen näher.

 

Erwin Schütterle
www.natuerlichhannover.de

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