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Spielplätze, 06/2016

Kinder haben es in Hannover gut. Laut hannover.de kann in Hannover „auf rund 99 Hektar gespielt, gebuddelt, getobt und gebolzt werden“. Über 500 Spielplätze können die kleinen Hannoveranerinnen und Hannoveraner besuchen und für die etwas größeren Kinder stehen 11 betreute Spielparks mit einem vielfältigen und pädagogisch wertvollen Angebot zur Verfügung. Aber wie sieht es für uns Erwachsene aus? Wenn Sie jetzt glauben, dass ich mit dieser Frage „Edelstahl für müde Knochen“ sprich: neumodische Seniorenspielplätze ins Spiel bringen möchte, sind Sie auf dem Holzweg. Ich möchte einfach mal hinterfragen, welche Rolle die öffentlichen Plätze Hannovers spielen und uns erwachsenen Bürgern damit Lebensqualität schenken und das Stadtleben bereichern.

Bei dieser Frage fällt erstmal auf, dass es in Hannover richtig schöne, „lebende“ Plätze gibt, die den Namen Platz zu Recht tragen. Dazu zähle ich den Ernst-August-Platz (Foyer Hannovers), den (wieder demofreien) Weißekreuzplatz und den Wedekindplatz (trotz mittiger Straße) in der Oststadt, den Moltke-, den Bonifazius- und den De-Haën-Platz in der List, den Ballhofplatz in der Altstadt, den Lichtenberg- und den Marktplatz in Linden und vor allem auch den Stephansplatz in der Südstadt sowie den  Fiedelerplatz in Döhren. Diese Plätze sind eindeutig als Platz geplant und gebaut, von stilvollen Platzhäusern eingerahmt und mit markanten Bäumen geschmückt. Sie sind frei zugängliche städtische Ruhepole, Lichtoasen und Luftverbesserer zugleich. Lebendig sind sie, weil sich hier Menschen treffen, austauschen oder entspannen und weil sie von Märkten, Gastronomen und/oder Kindern bespielt und belebt werden.

Optisch wertvoll, touristisch anziehend, ansonsten aber ziemlich leblos sind die „Zierplätze“ Trammplatz, Opernplatz oder der Platz an der Marktkirche. Als reine Verkehrsplätze darf man ruhig den Aegidientorplatz, den Königsworther Platz, den Friederikenplatz, den Deister Platz, den Lister Platz und den Vahrenwalder Platz sehen. Als Platzpatrone bezeichne ich hingegen den Platz der Weltausstellung. Wie eine Platzpatrone eben nur platzt, ansonsten aber wirkungslos bleibt, so wurde hier einem Stück City ohne einen künstlerischen oder dokumentarischen Anhaltspunkt der Name eines einzigartigen städtischen Jahrtausendprojekts übergestülpt. Eher „Platzwunden“ sind für mich das Steintor und die neue Goseriede.

….und dann haben wir noch unser Sorgenkind, den Rasch-Platz. Ich  erinnere mich noch deutlich, mit welcher Begeisterung ich die Pläne für die Neugestaltung aufnahm und todsicher davon ausging, dass dieser Platz mit seinen zahlreichen Discos, den vielen Kinos und Kneipen, dem nahen Bahnhof und dem nahen Pavillon der (zumindest nächtliche und sommerliche) Meltingpot des jungen Hannovers werden wird. Im Geiste sah ich auf den breiten Treppenstufen Massen von fröhlichen jungen Menschen und quirliges Leben wie damals auf der großen Expo-Treppe. Und was sehe ich jetzt? Alkoholiker, die zu blöd sind, die kostenfreie Toilette zu benutzen und trostlose, schmuddelige Aus- bzw. Zugänge an der Ostseite. Was kann, was soll man tun? Bespielen! Der Platz muss auf Teufel komm raus bespielt und belebt werden. Mit Kunst, mit Musik, mit Tanz, mit Spiel, mit Sport, mit Handel ….und etwas Grünzeug. Nur wenn sich viele (nüchterne) Menschen hier aufhalten, fallen die Alkoholiker, die eine Großstadt wie Hannover verkraften muss, nicht mehr auf. Erst kürzlich hat eine Künstlergruppe gezeigt, dass es funktioniert. Die zweitägige Ausstellung in der alten Polizeiwache haben einige hundert Leute besucht. Wäre der lange schmale Durchgang, der wöchentlich gestrichen wird, nicht eine ideale öffentliche Fotogalerie? Warum wird das jährliche Beachvolleyball-Turnier nicht hier durchgeführt? Die großen Treppen, die Galerie um den Platz herum wären ideale Publikumsplätze. Was noch schöner wäre, konnte man jetzt eben bei den Kunstfestspielen in Herrenhausen sehen: In einer Videoinstallation wurde gezeigt, wie auf einem Pariser Platz Menschen tanzten. Jedes Paar oder jede Gruppe tanzte etwas anderes, denn die Musik bekamen sie über Kopfhörer zugespielt. Sehr reizvoll  -  sowohl für die Akteure wie für die Zuschauer.

Ich wünsche mir und Hannover, dass sich Politik, Verwaltung, Anlieger, Polizei und viele  kreHtive sich ziemlich rasch zusammensetzen und dafür sorgen, dass auch der Raschplatz in der städtischen Platzliga wieder aufsteigt.

Erwin Schütterle
www.natuerlichhannover.de

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